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Mischa Barmettler

Asset Allocation

Wie du dein Geld auf Aktien, Obligationen und Bargeld aufteilst, warum diese Aufteilung bestimmt, wie stark dein Portfolio steigen und fallen kann, und wie du eine wählst, bei der du bleibst.

Kernaussage

Asset Allocation ist die Aufteilung deines Geldes auf Anlageklassen wie Aktien, Obligationen und Bargeld. Die Aufteilung entscheidet, wie stark dein Portfolio wachsen und wie tief es fallen kann. Im Jahr 2008, als Schweizer Aktien um 34,0 % fielen, verlor eine Mischung mit 25 % Aktien 5,5 %, eine mit 80 % Aktien 26,5 %.

Was ist Asset Allocation?

Asset Allocation ist die Aufteilung deines Geldes auf Anlageklassen, vor allem auf Aktien, Obligationen und Bargeld, also Geld auf dem Konto. Banken nennen das auch deine Anlagestrategie. Aktien können am stärksten wachsen und am tiefsten fallen. Obligationen liegen dazwischen. Bargeld bewegt sich kaum, wächst aber auch kaum. Wie du aufteilst, entscheidet, wie stark dein Portfolio über die Jahre wachsen und wie tief es unterwegs fallen kann.

Wie schlugen sich drei Mischungen im Jahr 2008?

So lassen sich CHF 10'000 auf drei Arten aufteilen, und so schnitt jede Mischung im Jahr 2008 ab. Schweizer Aktien fielen damals um 34,0 %, Obligationen in Franken stiegen um 4,5 %, und das Bargeld auf dem Sparkonto brachte 0,9 %:

CHF 10'000, dreimal anders aufgeteilt, im Jahr 2008

Konservativ

  • Aktien: 25 %
  • Obligationen: 65 %
  • Bargeld: 10 %

2008: −5,5 %, Ende Jahr CHF 9'452.

Ausgewogen

  • Aktien: 50 %
  • Obligationen: 40 %
  • Bargeld: 10 %

2008: −15,1 %, Ende Jahr CHF 8'488.

Wachstum

  • Aktien: 80 %
  • Obligationen: 15 %
  • Bargeld: 5 %

2008: −26,5 %, Ende Jahr CHF 7'349.

Die konservative Mischung mit 25 % Aktien, 65 % Obligationen und 10 % Bargeld verlor 5,5 % und stand Ende Jahr bei CHF 9'452. Die ausgewogene Mischung mit 50 % Aktien, 40 % Obligationen und 10 % Bargeld verlor 15,1 % und stand bei CHF 8'488. Die Wachstumsmischung mit 80 % Aktien, 15 % Obligationen und 5 % Bargeld verlor 26,5 % und stand bei CHF 7'349. Es geht auch umgekehrt: 2019 stiegen Schweizer Aktien um 30,6 % und Obligationen um 3,0 %, und die drei Mischungen gewannen 9,6 %, 16,5 % und 24,9 %. Mehr Aktien heisst mehr Wachstum über die Jahre und tiefere Rückgänge unterwegs.

Jede Mischung ist zu Beginn des Jahres festgelegt und vor Kosten gerechnet. Die Zahlen zu Aktien und Obligationen stammen aus der Studie der Genfer Bank Pictet zu Schweizer Renditen seit 1900 (Februar 2026). Der Sparzins stammt aus den Durchschnitten der Schweizerischen Nationalbank.

Der Haken

Es gibt keine Formel für die richtige Mischung. Sie hängt davon ab, wann du das Geld brauchst: Einen Rückgang kurz davor kannst du nicht aussitzen, wie die Seite zum Anlagehorizont zeigt. Und sie hängt davon ab, wie du auf einen Einbruch reagierst. Eine Mischung, die du in Panik verkaufst, schadet mehr als eine vorsichtigere, bei der du bleibst.

Obligationen fangen einen Rückgang der Aktien auch nicht immer auf. 2022 fielen Schweizer Aktien um 16,5 % und Obligationen in Franken um 12,1 %. Die drei Mischungen verloren 12,0 %, 13,1 % und 15,0 %: Die Aufteilung machte viel weniger aus als 2008. Hast du dich für eine Mischung entschieden, ziehen die Märkte sie von deinem Ziel weg, weil die Teile verschieden schnell wachsen. Mit Rebalancing bringst du sie zurück.

Was deine Pensionskasse schon anlegt

Deine Pensionskasse legt einen Teil deines Vorsorgegeldes bereits für dich an. Nach der Verordnung BVV 2 zur beruflichen Vorsorge darf sie, Stand 2026, höchstens 50 % ihres Vermögens in Aktien anlegen. Mehr darf sie nur, wenn ihr Reglement das vorsieht und sie im Anhang ihrer Jahresrechnung schlüssig darlegt, dass sie ihr Vermögen weiterhin sorgfältig, sicher und gut verteilt anlegt. Wählst du deine eigene Mischung, zähl dieses Geld mit: Der Jahresbericht deiner Pensionskasse zeigt, wie viel davon in Aktien steckt.

Das Wichtigste in Kürze

  • —Asset Allocation ist die Aufteilung deines Geldes auf Aktien, Obligationen und Bargeld.
  • —Der Aktienanteil bestimmt die Schwankungen: 2008 verlor eine Mischung mit 25 % Schweizer Aktien 5,5 %, eine mit 80 % verlor 26,5 %.
  • —Die richtige Mischung hängt davon ab, wann du das Geld brauchst und wie du mit Rückgängen umgehst, nicht von einer Formel.
  • —Zähl deine Pensionskasse mit: Sie legt einen Teil deines Vorsorgegeldes schon für dich an.

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